ImmobilienScout24 zeigt mit seiner Nachfrageanalyse: Münchner Wohnungsmarkt ist umkämpfter denn je

Die Wohnungssuche am Münchner Mietmarkt ist schwierig: 2016 bewarben sich durchschnittlich 95 Personen auf ein inseriertes Mietobjekt – im Vorjahreszeitraum waren es nur 77 Bewerber. Berg am Laim ist mit 145 Interessenten pro Objekt aktuell der nachgefragteste Stadtteil. Das ist das Ergebnis der neuen Nachfrageanalyse von ImmobilienScout24 für den Münchner Immobilienmarkt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Nachfragedruck am Münchner Wohnungsmarkt damit um 23 Prozent angestiegen (2015: 77 Bewerberanfragen pro Objekt). Der Stadtteil mit dem höchsten Nachfragedruck ist Berg am Laim: Hier bewarben sich 2016 im Durchschnitt 145 Mietinteressenten für ein Objekt, gefolgt von Sendling mit 138 Kontaktanfragen und Laim mit 135 Interessenten. In Moosach kommen 132 Mitbewerber auf ein Objekt, während Obergiesing mit 125 Bewerbern Platz 5 der nachgefragtesten Stadtteile Münchens belegt. Für die Analyse wurden 30.000 Mietobjekte ausgewertet, die im vergangenen Jahr auf ImmobilienScout24.de gelistet wurden. Eine interaktive Übersichtskarte zur Veranschaulichung der durchschnittlichen Kontaktanfragen pro inseriertem Mietobjekt finden Sie
https://www.immobilienscout24.de/ratgeber/immobiliensuche-tipps/mieten-in-muenchen.html.

München im deutschen Vergleich auf Platz 1 mit dem höchsten Nachfragedruck

Im bundesweiten Vergleich liegt die bayrische Hauptstadt auf Platz 1 der Wohnungsmärkte mit dem höchsten Nachfragedruck. Köln folgt mit 70 Mietanfragen pro Objekt. Weit dahinter liegen Frankfurt mit 47 Kontaktanfragen, Berlin (46 Anfragen) und Hamburg (38 Anfragen). „Die zahlreichen Kontaktanfragen pro Objekt kommen insbesondere durch die geringe Leerstandsquote und die hohen Mietkosten in München zustande: Wer einmal eine Wohnung gefunden hat, gibt diese nicht so schnell wieder her. Wer auf der Suche ist, bewirbt sich auf viele Mietwohnungen gleichzeitig, um die Chance auf ein neues zu Hause zu erhöhen“, sagt Michael Steffen, Geo-Data-Analyst bei ImmobilienScout24. „Dass dies die Anzahl der Kontaktanfragen pro Objekt in die Höhe treibt, ist dabei ein natürlicher Effekt und unterstützt die derzeitige Entwicklung am Münchner Wohnungsmarkt.“

Teure Stadtmitte – günstiger(er) Nord-Westen

In der Münchner Innenstadt, den Stadtteilen Altstadt-Lehel und Ludwig-Isarvorstadt ist die Nachfrage nach Mietobjekten am geringsten. Gleichzeitig sind dies jedoch auch die teuersten Viertel der Stadt: In der Ludwigvorstadt-Isarvorstadt müssen Interessenten durchschnittlich 16,29 Euro und im Stadtteil Altstadt-Lehel sogar 16,78 Euro pro Quadratmeter zahlen. Der angrenzende Bezirk Schwabing-West – mit Mietpreisen von durchschnittlich 16,54 Euro pro Quadratmeter – zählt zu einem der teuersten der Stadt. Trotz der hohen Mietpreise müssen Mietinteressenten aber auch in diesen Stadtvierteln mit über 50 Mitbewerbern im Durchschnitt pro Objekt rechnen.

In den nord-westlichen Randbezirken Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing und Feldmoching-Hasenbergl sind Mietwohnungen am günstigsten. Hier zahlen Interessenten im Durchschnitt 12,72 Euro pro Quadratmeter. Die im Vergleich zu anderen Stadtteilen Münchens günstigen Mietpreise haben jedoch zur Folge, dass hier zwischen 100 und 125 Bewerber auf ein Mietobjekt kommen.